Entkalker für die Kaffeemaschine: Darauf kommt es an

Eine gute Tasse Kaffee lebt von vielen kleinen Details. Frisch geröstete Bohnen, der richtige Mahlgrad und eine sauber eingestellte Maschine gehören selbstverständlich dazu. Ein Faktor wird im gastronomischen Alltag jedoch erstaunlich leicht übersehen: das Wasser. Es macht den größten Teil des fertigen Getränks aus und hinterlässt bei jeder Zubereitung mineralische Rückstände in Leitungen, Boilern und Heizelementen. Mit der Zeit kann dieser Kalk nicht nur den Geschmack verändern, sondern auch Aufheizzeiten verlängern, den Energieverbrauch erhöhen und die empfindliche Technik belasten.

Bei der 524 Star Gastronomie GmbH wissen wir, wie wichtig verlässliche Abläufe sind. Wenn nach einem gelungenen Menü der Espresso serviert wird, muss die Maschine funktionieren – ohne Schwankungen, Nebengeräusche oder überraschende Fehlermeldungen. Ein geeigneter Entkalker für die Kaffeemaschine ist deshalb kein nebensächliches Verbrauchsprodukt, sondern ein fester Bestandteil der professionellen Maschinenpflege. Entscheidend ist allerdings, das passende Mittel auszuwählen und es korrekt anzuwenden. Denn Entkalker unterscheiden sich hinsichtlich Zusammensetzung, Dosierung und Eignung teilweise erheblich.

Warum Kalk in Kaffeemaschinen zum Problem wird

Trinkwasser enthält je nach Region unterschiedliche Mengen an Calcium- und Magnesiumverbindungen. Beim Erhitzen können daraus feste Ablagerungen entstehen, die sich bevorzugt an warmen Bauteilen festsetzen. Besonders betroffen sind Boiler, Thermoblöcke, Ventile, Leitungen und Ausläufe. Zunächst bleibt dieser Prozess oft unbemerkt. Die Maschine benötigt vielleicht nur etwas länger zum Aufheizen oder arbeitet hörbar angestrengter. Später kann der Wasserdurchfluss nachlassen, die Brühtemperatur schwanken oder der Kaffee plötzlich anders schmecken. In stark beanspruchten Gastronomiebetrieben schreitet die Verkalkung schneller voran als bei einer gelegentlich genutzten Haushaltsmaschine. Dort laufen täglich zahlreiche Bezüge, während zusätzlich heißes Wasser und Dampf benötigt werden. Eine Kalkschicht wirkt außerdem isolierend: Die Heizung muss mehr leisten, um das Wasser auf die gewünschte Temperatur zu bringen. Regelmäßiges Entkalken schützt daher nicht nur die Technik, sondern unterstützt auch einen wirtschaftlichen Betrieb.

Reinigen und Entkalken sind zwei verschiedene Aufgaben

Im Alltag werden Reinigung und Entkalkung gern in einen Topf geworfen. Tatsächlich handelt es sich um zwei unterschiedliche Pflegeschritte. Kaffeefette, Pulverreste und Milchablagerungen sind organische Verschmutzungen. Sie werden mit dafür vorgesehenen Reinigungstabletten, Reinigungspulvern oder speziellen Milchsystemreinigern entfernt. Kalk besteht dagegen aus mineralischen Ablagerungen, gegen die ein geeigneter Entkalker eingesetzt wird. Ein klassischer Maschinenreiniger kann diese Schichten normalerweise nicht zuverlässig lösen. Umgekehrt ersetzt ein Entkalkungsmittel keine gründliche Reinigung von Brühgruppe, Sieben, Ausläufen oder Milchleitungen. Für eine gleichbleibend hohe Getränkequalität braucht es daher einen abgestimmten Pflegeplan. In der Gastronomie sollte klar festgelegt sein, welche Komponenten täglich, wöchentlich oder in größeren Intervallen behandelt werden. So wird verhindert, dass sichtbare Sauberkeit mit technischer Sauberkeit verwechselt wird. Eine glänzende Maschine kann im Inneren trotzdem erhebliche Ablagerungen aufweisen.

Welcher Entkalker zur Kaffeemaschine passt

Die Auswahl sollte sich zunächst an den Vorgaben des Maschinenherstellers orientieren. Das gilt für Kaffeevollautomaten ebenso wie für Siebträger, Filterkaffeemaschinen und gewerbliche Heißgetränkesysteme. Manche Geräte besitzen automatische Pflegeprogramme, die auf eine bestimmte Menge Flüssigkeit oder eine definierte Auflösungszeit abgestimmt sind. Andere Maschinen dürfen nur durch geschultes Personal oder den technischen Service entkalkt werden. Entkalker werden unter anderem flüssig, als Pulver oder in Tablettenform angeboten. Flüssige Produkte sind schnell einsatzbereit und lassen sich meist unkompliziert dosieren. Pulver benötigt etwas Vorbereitung, kann bei korrekter Lagerung jedoch praktisch und ergiebig sein. Tabletten wiederum erleichtern eine gleichbleibende Dosierung. Wichtiger als die Darreichungsform ist die Materialverträglichkeit. Dichtungen, Metalle, Schläuche und Beschichtungen dürfen durch das Mittel nicht unnötig beansprucht werden. Ein universelles Produkt ist deshalb nicht automatisch für jedes Gerät die beste Wahl.

Auf die Wirkstoffe kommt es an

Viele Entkalker basieren auf organischen oder anorganischen Säuren, welche die mineralischen Ablagerungen lösen. Häufig kommen beispielsweise Milchsäure, Amidosulfonsäure oder Zitronensäure zum Einsatz. Diese Wirkstoffe unterscheiden sich in ihrer Reaktionsgeschwindigkeit und in ihrem Verhalten bei höheren Temperaturen. Daraus folgt: Ein Hausmittel aus dem Küchenschrank ist nicht zwangsläufig eine gute Alternative zu einem professionell formulierten Produkt. Essig kann einen hartnäckigen Geruch hinterlassen und ist wegen seiner Materialverträglichkeit nicht für jede Kaffeemaschine geeignet. Auch Zitronensäure sollte nur verwendet werden, wenn sie für das betreffende Gerät und das vorgesehene Verfahren ausdrücklich empfohlen wird. Bei ungünstiger Anwendung oder zu starker Erwärmung können schwer lösliche Rückstände entstehen. Ein professioneller Entkalker enthält dagegen eine abgestimmte Konzentration und häufig zusätzliche Bestandteile, die den Prozess kontrollierbarer machen. Maßgeblich bleiben dennoch die Hinweise auf dem Produkt und in der Bedienungsanleitung.

Die Wasserhärte bestimmt den richtigen Rhythmus

Eine pauschale Empfehlung wie „einmal im Monat entkalken“ klingt bequem, passt aber selten zu allen Betrieben. Der tatsächliche Bedarf hängt von der örtlichen Wasserhärte, dem Wasserverbrauch und der eingesetzten Technik ab. Eine stark frequentierte Maschine in einer Region mit hartem Leitungswasser benötigt verständlicherweise früher Aufmerksamkeit als ein selten genutztes Gerät mit vorgeschalteter Wasseraufbereitung. Die Wasserhärte lässt sich beim örtlichen Versorger erfragen oder mit geeigneten Teststreifen bestimmen. Moderne Vollautomaten können diesen Wert teilweise in den Geräteeinstellungen berücksichtigen und melden den nächsten Pflegezyklus entsprechend. Solche Anzeigen sind hilfreich, sollten aber nicht blind übergangen oder dauerhaft zurückgesetzt werden. In professionellen Küchen empfiehlt sich zusätzlich ein einfacher Wartungsplan. Darin lassen sich Entkalkungen, Filterwechsel und technische Kontrollen dokumentieren. Das schafft Verbindlichkeit, erleichtert Schichtübergaben und verhindert, dass die Maschinenpflege im hektischen Tagesgeschäft untergeht.

So gelingt die Entkalkung sicher und gründlich

Vor dem Entkalken sollten Sie die Anleitung der Maschine und die Dosierhinweise des Produkts vollständig lesen. Eine höhere Konzentration beschleunigt den Vorgang nicht automatisch und kann Materialien unnötig belasten. Auch verschiedene Reinigungs- oder Entkalkungsmittel dürfen keinesfalls miteinander vermischt werden. Besitzt das Gerät ein automatisches Programm, sollte dieses ohne Unterbrechung durchlaufen. Wassertank, Tropfschale und gegebenenfalls vorhandene Filterkartuschen sind gemäß Herstellerangabe vorzubereiten. Nach der Einwirkphase ist gründliches Spülen entscheidend. Dabei werden gelöste Kalkpartikel und Reste der Entkalkerlösung aus dem System entfernt. Je nach Maschine sind dafür ein oder mehrere komplette Tankfüllungen nötig. Das erste Getränk nach der Pflege sollte nicht serviert werden. In gewerblichen Betrieben ist außerdem eine deutliche Kennzeichnung sinnvoll, solange der Vorgang läuft. So greift niemand versehentlich zur Maschine, während sich noch Entkalkungslösung im Wasserkreislauf befindet.

Besondere Anforderungen in der Gastronomie

In einem Restaurant muss Maschinenpflege planbar sein. Ein Ausfall kurz vor dem Dessertservice ist mehr als nur ärgerlich, denn Kaffee gehört für viele Gäste ganz selbstverständlich zum Abschluss eines gelungenen Abends. Professionelle Entkalkungsprodukte sollten sich deshalb gut dosieren lassen, zuverlässig verfügbar sein und zum vorhandenen Maschinenpark passen. Wer mehrere Geräte betreibt, profitiert von klar beschrifteten Behältern und leicht verständlichen Arbeitsanweisungen. Auch die Schulung des Teams spielt eine Rolle. Nicht jedes Gerät wird auf dieselbe Weise gepflegt: Ein Filtergerät stellt andere Anforderungen als ein Kaffeevollautomat, und bei einer fest angeschlossenen Siebträgermaschine kann ein Servicetechniker erforderlich sein. Bei Coffeefair finden gewerbliche Anwender neben Kaffee und Maschinen auch Reinigungs- und Pflegeprodukte für unterschiedliche Einsatzbereiche. Ein gebündelter Einkauf kann dabei helfen, Verbrauchsmaterialien rechtzeitig nachzubestellen und Pflegeabläufe besser zu organisieren, ohne aus der Entkalkung eine Wissenschaft zu machen.

Wasserfilter helfen, ersetzen die Pflege aber nicht

Eine passende Wasseraufbereitung kann die Kalkbelastung deutlich verringern und zugleich die sensorischen Eigenschaften des Wassers beeinflussen. Abhängig von der Ausgangsqualität kommen Filterkartuschen, Enthärtungssysteme oder andere Lösungen infrage. Das ist besonders für Betriebe interessant, in denen täglich große Mengen Kaffee zubereitet werden. Allerdings hält kein Filter unbegrenzt. Ist seine Kapazität erschöpft oder wurde er falsch eingestellt, gelangen wieder mehr Mineralien in das Gerät. Regelmäßige Filterwechsel sind daher ebenso wichtig wie die eigentliche Entkalkung. Zudem bedeutet gefiltertes Wasser nicht automatisch, dass sich überhaupt keine Rückstände mehr bilden. Der Pflegebedarf wird reduziert, aber meist nicht vollständig beseitigt. Sinnvoll ist ein Gesamtkonzept, das Wasserhärte, Verbrauch, Maschinentyp und Getränkequalität gemeinsam betrachtet. Wer nur auf möglichst weiches Wasser setzt, kann den Geschmack ebenfalls ungünstig beeinflussen, denn Mineralien tragen in angemessener Menge zur Extraktion und zum Mundgefühl des Kaffees bei.

Saubere Technik macht sich in der Tasse bemerkbar

Die Folgen von Kalk sind nicht ausschließlich technischer Natur. Eine Maschine mit eingeschränktem Durchfluss oder schwankender Temperatur extrahiert Kaffee weniger gleichmäßig. Das Ergebnis kann flach, unausgewogen oder überraschend bitter schmecken, obwohl Bohnen und Mahlgrad unverändert geblieben sind. Besonders bei Espresso fallen kleine Abweichungen schnell auf. Hier treffen wenig Wasser, hoher Druck und eine kurze Kontaktzeit aufeinander. Jede Unregelmäßigkeit kann das Verhältnis von Säure, Süße und Bitterkeit verschieben. Bei Filterkaffee äußern sich Probleme möglicherweise durch längere Brühzeiten oder eine ungleichmäßige Benetzung des Kaffeemehls. Natürlich löst eine Entkalkung nicht jedes geschmackliche Problem. Auch Bohnenalter, Dosierung, Mühleneinstellung und Sauberkeit der Brühkomponenten müssen stimmen. Dennoch bildet eine gepflegte Maschine die technische Grundlage dafür, dass Rezepturen reproduzierbar bleiben. Genau diese Konstanz erwarten Gäste, wenn sie einen Kaffee erneut bestellen.

Den passenden Vorrat sinnvoll planen

Pflegeprodukte sollten nicht erst dann bestellt werden, wenn die Maschine bereits eine Warnmeldung zeigt. Gerade in der Gastronomie lohnt es sich, einen überschaubaren Sicherheitsbestand vorzuhalten. Dieser muss zum tatsächlichen Verbrauch passen, denn auch Reinigungs- und Entkalkungsmittel sollten trocken, sicher und entsprechend den Herstellerangaben gelagert werden. Bei der Einkaufsplanung sind Gebindegröße, Dosierung und Anzahl der Maschinen wichtiger als ein möglichst niedriger Einzelpreis. Ein hoch konzentriertes Produkt kann pro Anwendung wirtschaftlich sein, verlangt aber eine besonders genaue Handhabung. Vorportionierte Varianten reduzieren Dosierfehler und eignen sich gut für wechselnde Teams. Coffeefair richtet sein Sortiment unter anderem an Gastronomie, Hotellerie, Büros und weitere gewerbliche Nutzer, bei denen Verfügbarkeit und praktikable Bestellmengen eine wichtige Rolle spielen. Entscheidend bleibt, Produkte nicht allein nach dem Preis auszuwählen, sondern ihre Eignung für die vorhandene Technik und die betrieblichen Abläufe zu prüfen.

Kleine Pflegeroutine, große Wirkung

Ein geeigneter Entkalker für die Kaffeemaschine verlängert nicht automatisch die Lebensdauer jedes Bauteils, kann aber kalkbedingte Störungen und unnötige Belastungen deutlich reduzieren. Am besten funktioniert die Pflege, wenn sie nicht als gelegentliche Notfallmaßnahme verstanden wird. Wasserhärte prüfen, Herstellerangaben beachten, Intervalle dokumentieren, korrekt dosieren und anschließend gründlich spülen – mehr braucht es im Kern nicht. Ergänzt durch die tägliche Reinigung von Brühgruppe, Dampflanze, Milchsystem und Auffangbereichen entsteht eine Routine, die sich gut in den gastronomischen Ablauf integrieren lässt. Der Aufwand ist überschaubar, der Nutzen dagegen an vielen Stellen spürbar: stabilere Temperaturen, verlässlicher Wasserdurchfluss, weniger ungeplante Ausfälle und eine gleichmäßigere Getränkequalität. Und am Ende zählt genau das, was beim Gast ankommt: ein heißer, aromatischer Kaffee, der den Besuch angenehm abrundet.

Häufige Fragen rund um das Entkalken von Kaffeemaschinen

Beim Entkalken tauchen in Privathaushalten ebenso wie in gastronomischen Betrieben immer wieder ähnliche Fragen auf. Das ist verständlich, schließlich unterscheiden sich Kaffeemaschinen deutlich in ihrem Aufbau, ihrer täglichen Beanspruchung und den vorgesehenen Pflegeprogrammen. Was bei einer einfachen Filtermaschine problemlos funktioniert, kann für einen Kaffeevollautomaten oder eine professionelle Siebträgermaschine ungeeignet sein. Hinzu kommen verschiedene Wasserhärten und eine große Auswahl an flüssigen Entkalkern, Pulvern und Tabletten. Die folgenden Antworten bieten eine praktische Orientierung für häufige Situationen. Im Zweifel haben jedoch die Bedienungsanleitung des Geräts und die Dosierhinweise des jeweiligen Produkts Vorrang. Bei fest angeschlossenen oder technisch komplexen Maschinen kann außerdem die Rücksprache mit einem Fachbetrieb sinnvoll sein.

Wie oft sollte eine Kaffeemaschine entkalkt werden?

Das passende Intervall hängt vor allem von der Wasserhärte, der bezogenen Wassermenge und dem Maschinentyp ab. Bei hartem Wasser und intensiver Nutzung entstehen Ablagerungen wesentlich schneller als bei weichem Wasser und wenigen täglichen Bezügen. Deshalb ist eine starre Monatsangabe nur bedingt hilfreich. Verfügt Ihre Maschine über eine automatische Entkalkungsanzeige, sollten Sie die Wasserhärte korrekt einstellen und die Meldungen ernst nehmen. Ohne automatische Anzeige geben die Bedienungsanleitung und eine Messung der örtlichen Wasserhärte Orientierung. In gewerblichen Betrieben empfiehlt es sich, die Intervalle zusätzlich schriftlich festzuhalten. Zeigt die Maschine bereits einen langsameren Wasserdurchfluss, ungewöhnliche Geräusche oder verlängerte Aufheizzeiten, sollte nicht bis zum nächsten regulären Termin gewartet werden. Solche Symptome können allerdings auch andere technische Ursachen haben.

Kann man eine Kaffeemaschine mit Essig entkalken?

Essig wird häufig als günstiges Hausmittel empfohlen, ist für viele Kaffeemaschinen jedoch keine gute Wahl. Seine Säure kann je nach Konzentration Dichtungen, Schläuche oder empfindliche Metallteile belasten. Außerdem bleibt mitunter ein intensiver Geruch zurück, der sich nur durch mehrere Spülgänge beseitigen lässt und vorübergehend sogar den Geschmack des Kaffees beeinträchtigen kann. Manche Hersteller schließen die Verwendung von Essig ausdrücklich aus. In diesem Fall könnte eine Anwendung auch Auswirkungen auf Garantie- oder Gewährleistungsansprüche haben, sofern dadurch Schäden entstehen. Sicherer ist ein Entkalker, der für den jeweiligen Gerätetyp freigegeben wurde. Falls die Anleitung Essig ausdrücklich erlaubt, müssen Konzentration und Vorgehensweise genau eingehalten werden. Einfach unverdünnten Haushaltsessig in den Wassertank zu füllen, ist dagegen keine empfehlenswerte Abkürzung.

Ist Zitronensäure zum Entkalken geeignet?

Zitronensäure kann Kalk lösen und ist Bestandteil verschiedener Entkalkungsmittel. Trotzdem sollte handelsübliche Zitronensäure nicht ohne Prüfung in jede Kaffeemaschine gegeben werden. Entscheidend sind die Konzentration, die Temperatur und der Aufbau des Geräts. Bei starker Erwärmung kann Zitronensäure mit Calcium schwer lösliche Verbindungen bilden. Statt die Ablagerungen vollständig auszuspülen, könnten dadurch neue Rückstände im System verbleiben. Automatische Entkalkungsprogramme arbeiten zudem mit festgelegten Wassermengen, Pausen und Temperaturen, auf die ein bestimmtes Produkt abgestimmt sein kann. Wenn der Hersteller einen Entkalker auf Zitronensäurebasis freigibt, spricht bei korrekter Dosierung grundsätzlich nichts gegen dessen Verwendung. Von improvisierten Mischungen nach Augenmaß ist hingegen abzuraten. Das gilt besonders für Vollautomaten, Thermoblocksysteme und professionelle Maschinen mit empfindlichen Ventilen oder engen Leitungswegen.

Sind flüssige Entkalker besser als Tabletten oder Pulver?

Keine Darreichungsform ist grundsätzlich besser als die anderen. Flüssiger Entkalker lässt sich schnell mit Wasser mischen und eignet sich gut, wenn der Pflegevorgang ohne lange Vorbereitung beginnen soll. Pulver ist häufig ergiebig und gut lagerfähig, muss sich vor der Anwendung jedoch vollständig auflösen. Ungelöste Partikel sollten nicht in das Leitungssystem gelangen. Tabletten bieten den Vorteil einer einfachen Portionierung und verringern das Risiko, versehentlich zu viel oder zu wenig Mittel zu verwenden. Auch sie müssen je nach Produkt zunächst vollständig in Wasser gelöst werden. Für die Auswahl sind vor allem die Freigabe durch den Maschinenhersteller, die Materialverträglichkeit und die korrekte Wirkstoffkonzentration entscheidend. In gastronomischen Teams können vorportionierte Produkte praktisch sein, während größere Betriebe mit klar geregelten Abläufen möglicherweise wirtschaftliche Flüssig- oder Pulvergebinde bevorzugen.

Woran erkennt man, dass eine Kaffeemaschine verkalkt ist?

Typische Anzeichen sind ein schwächerer oder unregelmäßiger Wasserdurchfluss, verlängerte Aufheizzeiten und auffällige Betriebsgeräusche. Auch eine sinkende Getränketemperatur oder schwankende Füllmengen können auf Ablagerungen hindeuten. Bei Filterkaffeemaschinen dauert der Brühvorgang häufig länger, während Vollautomaten eventuell eine entsprechende Meldung anzeigen. Sichtbare weiße Ränder im Wassertank oder am Heißwasserauslauf geben ebenfalls einen Hinweis auf kalkhaltiges Wasser. Allerdings sind diese Symptome nicht eindeutig. Ein eingeschränkter Durchfluss kann zum Beispiel durch Kaffeereste, verschmutzte Siebe, eine blockierte Brühgruppe oder einen erschöpften Wasserfilter verursacht werden. Bleibt das Problem nach einer ordnungsgemäßen Reinigung und Entkalkung bestehen, sollte die Maschine überprüft werden. Wiederholte Entkalkungsdurchläufe auf Verdacht sind keine gute Lösung und können empfindliche Komponenten unnötig beanspruchen.

Muss eine Kaffeemaschine trotz Wasserfilter entkalkt werden?

In den meisten Fällen ja, allerdings häufig in größeren Abständen. Ein passender Wasserfilter kann einen Teil der kalkbildenden Mineralien reduzieren und damit die Ablagerungen im Gerät verlangsamen. Er entfernt diese Stoffe jedoch nicht unter allen Bedingungen vollständig. Seine Wirkung hängt von der örtlichen Wasserqualität, der korrekten Einstellung und der verbleibenden Kapazität ab. Wird die Kartusche zu spät gewechselt, nimmt ihre Leistung ab. Manche Maschinen passen das Entkalkungsintervall automatisch an, sobald ein Filter eingesetzt und im Menü aktiviert wurde. Entscheidend ist, den Filter nicht nur physisch einzusetzen, sondern ihn gegebenenfalls auch in den Geräteeinstellungen zu hinterlegen. Wenn der Hersteller bei ordnungsgemäßer Filternutzung andere Pflegevorgaben macht, sollten diese beachtet werden. Ein Wasserfilter und ein Entkalker erfüllen außerdem nicht exakt dieselbe Aufgabe.

Wie oft muss die Maschine nach dem Entkalken gespült werden?

Die erforderliche Wassermenge richtet sich nach dem Gerät und dem verwendeten Entkalker. Bei einem automatischen Programm führt die Maschine häufig einen oder mehrere Spülgänge selbstständig durch und fordert bei Bedarf zum Nachfüllen des Tanks auf. Dieser Ablauf sollte vollständig beendet werden, auch wenn die Maschine zwischendurch längere Pausen macht. Bei Geräten ohne Pflegeprogramm sind die Angaben in der Bedienungsanleitung und auf der Verpackung des Entkalkers maßgeblich. Häufig wird mindestens ein vollständig mit frischem Wasser gefüllter Tank durchgespült, teilweise sind weitere Durchgänge vorgesehen. Anschließend dürfen weder Geruch noch Geschmack des Mittels feststellbar sein. Das erste zubereitete Getränk sollte vorsichtshalber entsorgt werden. In der Gastronomie ist es sinnvoll, den Abschluss des Spülvorgangs zu dokumentieren, bevor die Maschine wieder für den Service freigegeben wird.

Kann zu häufiges Entkalken der Kaffeemaschine schaden?

Eine unnötig häufige oder falsch dosierte Entkalkung kann bestimmte Materialien stärker beanspruchen als erforderlich. Das gilt insbesondere, wenn ein ungeeignetes Mittel verwendet, die Konzentration eigenmächtig erhöht oder die vorgeschriebene Einwirkzeit deutlich überschritten wird. Dichtungen, Schläuche, Metalloberflächen und Beschichtungen reagieren je nach Material unterschiedlich auf Säuren. Mehr Entkalker bedeutet deshalb nicht automatisch mehr Sauberkeit. Gleichzeitig sollte eine notwendige Entkalkung nicht aus Sorge vor Verschleiß immer weiter hinausgeschoben werden, denn starke Kalkschichten können Heizelemente und Leitungen erheblich belasten. Sinnvoll ist ein bedarfsgerechtes Intervall auf Grundlage von Wasserhärte, Verbrauch und Herstellerangaben. Wer eine gewerbliche Maschine mit Festwasseranschluss betreibt, sollte die Pflege gegebenenfalls mit dem technischen Service und der vorhandenen Wasseraufbereitung abstimmen.

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Scroll to Top